Breisach Seite 1
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Luftbilder von Breisach am Rhein

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Der Berg, auf dem Breisach liegt, lag bis zur Rheinkorrektion von Johann Gottfried Tulla bei Hochwasser im Rhein.
In der Antike war er Sitz eines Keltenfürsten.

Die Römer unterhielten in der Spätantike bis ungefähr in das frühe 5. Jahrhundert nach Christus auf dem „mons Brisiacus“ ein Auxiliarkastell. Nach neueren archäologischen Erkenntnissen hatte die römische Siedlung eine Ausdehnung von ca. 7 Hektar und es befand sich beim späteren Münsterberg ein Prätorium.

Im 11. Jahrhundert war Breisach einer der Hauptsitze der Zähringer. Eine Breisacher Münze aus dem 11. Jahrhundert wurde auf den Färöern im Münzfund von Sandur entdeckt.

Um 1146 hatte der Basler Bischof auf dem Münsterberg zwar eine Kaufmannssiedlung mit einer Kirche errichten lassen, doch die Stadt Breisach im heutigen Sinne gründeten die Staufer im Jahre 1185. Als König Philipp von Schwaben Geld benötigte, verpfändete der Staufer 1198 Breisach um 3000 Mark Silber an Berthold V.. Die Übernahme der Stadt durch den Zähringer Herzog beseitigte die Handelskonkurrenz zwischen Breisach und Freiburg im Breisgau. Bis zu seinem Tode 1218 ließ Berthold die Burg Breisach auf der Nordseite, den Radbrunnen in der Mitte und das St. Stephansmünster auf der Südseite des Berges bauen.

Nach dem Tode des letzten Staufers König Konrad IV. 1254 fiel im anschließenden Interregnum die Oberhoheit wieder an das Bistum Basel. In den folgenden Jahren gelang es Rudolf von Habsburg, alle hohenstaufischen Güter am Oberrhein einzusammeln, sonderlich anno 1273, da graff Rudolphus zu römischen Reich kommen, wo ihm Jedermann weichen und seinen Prätensionen raum geben müeßen. Im gleichen Jahr verlieh der König Breisach den Status einer Freien und Reichsstadt.

Kaiser Ludwig der Bayer verpfändete 1330 die Stadt an die österreichischen Herzöge Otto den Fröhlichen und Albrecht den Weisen oder Lahmen. Im Jahre 1458 trat deren Urenkel Erzherzog Albrecht die österreichischen Vorlande und damit Breisach an seinen Neffen Erzherzog Sigismund den Münzreichen ab, der die Stadt 1469 an Karl den Kühnen von Burgund verpfändete. Die Verwaltung besorgte Karls Landvogt Peter von Hagenbach, der 1474 wegen Misswirtschaft in Breisach angeklagt, verurteilt und auf dem Anger vor dem Kupfertor enthauptet wurde. Nach dem Tode Karls des Kühnen gelangte Breisach an Maximilian I. als Erbgut seiner Frau Maria, der Tochter Karls. Anschließend blieb die

Seit dem frühen 16. Jahrhundert ließen die habsburgischen Kaiser Breisach als Reichsfestung ausbauen. Man nannte die starke Befestigung auch den Schlüssel des Reiches. So hielt sie dem ersten Ansturm im Dreißigjährigen Krieg stand, als Rheingraf Otto Ludwig ab dem 9. Juli 1633 Breisach belagerte. Im fernen Wien hieß es, Breisach verloren, alles verloren. Deshalb stimmte der Kaiser der Vereinigung eines spanischen Heeres unter dem Herzog Feria und den Reichstruppen unter Johann von Aldringen zu, die auf ihrem Weg in die spanischen Niederlande am 20. Oktober 1633 die Reichsfestung quasi im Vorbeimarsch entsetzten.

Als mit dem Prager Frieden eine Einigung im Religionskonflikt möglich erschien, fachte Frankreich den Krieg in deutschen Landen wieder an, indem Kardinal Richelieu dem landlosen Bernhard von Sachsen-Weimar eine Armee von 18000 Mann (Armée d'Allemagne) finanzierte. In seinem Ehrgeiz, sich ein eigenes Reichsfürstentum zu schaffen, nahm Bernhard 1638 in rascher Folge zunächst die Waldstädte Waldshut, Säckingen, Laufenburg sowie Rheinfelden und anschließend Freiburg ein. Ab August belagerte er die Reichsfestung Breisach, die Stadtkommandant Freiherr von Reinach im Auftrag Kaiser Ferdinand III. mit allen Mitteln zu halten suchte. In der belagerten Festung gingen nach und nach die Lebensmittel aus. Da versuchten Ende Oktober 14000 Kaiserliche unter Johann von Götzen, Breisach zu entsetzen. Zwar gelang es den Truppen, eine Rheinbrücke einzunehmen, doch die französisch-schwedischen Belagerer - wie die Belagerten an Hunger leidend und genauso geschwächt - schlugen die kaiserlichen Angreifer am 14. Oktober 1638 mit dem Mut der Verzweiflung zurück. Am 28. Oktober fiel das letzte Außenwerk von Breisach. Die Explosion eines Pulvermagazins am 3. Dezember öffnete eine Bresche. Schließlich kapitulierte die kaiserliche Festung nach 8-monatiger Belagerung am 17. Dezember 1638. Nur 150 der etwa 4000 Bewohner Breisachs überlebten Hunger und Pest. Reinach durfte mit den ihm verbliebenen 400 Soldaten ehrenhaft, d. h. mit fliegenden Fahnen und zwei Kanonen nach Straßburg abziehen. Richelieu wollte umgehend einen französischen Stadtkommandanten einsetzen, doch darauf ließ sich der Herzog von Weimar nicht ein und machte stattdessen Breisach zum Sitz seiner Fürstlich Sächsischen Regierung. Am 18. Juli 1639 starb Bernhard von Weimar. Den letzten Willen des Herzogs missachtend übergab sein General die Stadt an die Franzosen, die sie als ihre eigene Eroberung betrachteten. Im Westfälischen Frieden 1648 fiel Breisach auch de iure an Frankreich.

Ludwig XIV. betrachtete Breisach als integralen Teil seines Königreichs. Er hieß Vauban die Festung ausbauen und ließ das Rheintor prächtig ausgestalten, an dem man angeblich lesen konnte: Limes eram Gallis, nunc Pons et Janua fio; Si pergunt, Gallis nullibi limes erit (Übersetzung: Grenze den Galliern war ich, nun werd' ich zum Tor und zur Brücke; Schreiten die Gallier vor, gibt's keine Grenze für sie). Wenn Geschichtswissenschaftler die Existenz der Inschrift auch anzweifeln, so illustriert der Text die Expansionsbestrebungen Ludwigs XIV., der 1670 in Breisach sogar eine Reunionskammer einrichten ließ. Am Ende des Pfälzischen Krieges musste Frankreich 1697 im Frieden von Rijswijk Breisach dem Reich restituieren, doch erst nachdem Vauban die entstandene Lücke im französischen Festungsgürtel mit dem Bau von Neuf Brisach geschlossen hatte, übergaben die Franzosen am 1. April 1700 die Festung an das Reich.

Ludwig XIV. hatte den Verlust Breisachs nicht verwunden und schickte zu Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs seinen Enkel den Herzog von Burgund Louis de France (le Petit Dauphin) und Marschall Tallard Ende August 1703 mit einem Heer vor der Stadt. Als Festungsexperten hatten die Franzosen Marschall Vauban dabei, der den Einsatz der französischen Geschütze geschickt dirigierte, so dass es den Belagerern bald gelang, dem Hauptgraben das Wasser abzugraben. Am 6. September 1703 kapitulierte die Festung Alt-Breisach. Beim Einzug der Franzosen warf sich der Festungskommandant Graf Philipp von Arco dem Herzog von Burgund zu Füßen und küsste ehrfurchtsvoll die Hand des Eroberers. Prinz Eugen kommentierte: Ich kann nicht begreifen, wie es mit dieser so imposanten Festung geschehen und zugegangen ist. Breisach ist auf schändliche Weise verloren gegangen. Ein Kriegsgericht verurteilte Graf von Arco, den ein Scharfrichter am 14. Februar 1704 auf dem Marktplatz von Bregenz enthauptete.

Mit dem Rastatter Frieden am 7. März 1714 wurde Breisach wieder kaiserlich. Im Jahre 1790 ordnete die Wiener Regierung das vorderösterreichische Breisach dem Oberamt Breisgau zu.

n den Revolutionskriegen belagerten die Franzosen 1793 die Stadt und nahmen nach einer Kanonade vom 15. bis 19. September des Reiches Schlüssel Alt-Breisach ein. Die Schäden an den Bauten durch den Beschuss und die resultierenden Brände waren derart, dass eine Schweizer Zeitung meldete: Die Stadt Breisach hat aufgehört zu bestehen. Der republikanische Blitz hat sie vernichtet. 577 Häuser, die 2700 Einwohnern als Wohnungen dienten, sind verschwunden . Nach der Niederlage der Österreicher im Dritten Koalitionskrieg schlug Napoleon 1805 im Frieden von Pressburg Breisach dem neugebildeten Großherzogtum Baden zu.

Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge in der Rheintorstraße/Im Klösterle durch SA-Männer zerstört, woran ein Gedenkstein am ehemaligen Standort in einer heutigen Parkanlage erinnert. Am 22. Oktober 1940 wurden die letzten in Breisach lebenden Deutschen jüdischen Glaubens im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion in das Lager Gurs deportiert. Die jüdische Gemeinde Breisach hatte eine über 700 Jahre alte Geschichte; gegen Ende des 19. Jahrhundert hatte sie über 500 Mitglieder.

Als die Alliierten im Frühjahr 1945 bei Breisach den Rhein überquerten, wurde die Stadt durch Artilleriefeuer zu 85 Prozent zerstört. Auch das St. Stephansmünster wurde erneut schwer beschädigt.

Aufgrund der wechselvollen geschichtlichen Erfahrungen und mit dem Willen, zu einem friedvollen Zusammenleben der verschiedenen Völker und Kulturen beizutragen, sprach sich die Bevölkerung Breisachs als erste in Europa am 9. Juli 1950 in einer Abstimmung mit 96 % der Wählerstimmen für ein einiges und freies Europa aus; seither nennt sich Breisach „Europastadt“.

Den Namenszusatz am Rhein trägt die Stadt seit dem 27. Juni 1961.

Im Jahre 1969 wurde Breisach als Standort für ein Kernkraftwerk vorgesehen. Jedoch scheiterte dies, und 1973 entschied man sich für Wyhl als Standort. Der Bau des Kernkraftwerk Wyhl scheiterte ebenfalls.

 


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